Bio grafiediversitätrhythmus

 

Cornelia Gillmann

Cornelia Gillmann

Künstlerin, Fotografin & Naturvermittlerin

Zwischen Fotografie, Textil, Mixed Media und Multimedia entsteht eine Praxis, die Identität, Verletzlichkeit und ökologische Gegenwart miteinander verwebt.

Als Nationalpark-Ranger und Naturvermittlerin fließt Feldwissen aus den Donau-Auen und March-Auen direkt in Recherche, Materialwahl und Bildaufbau ein. Als Überlebende von Trauma geht es mir um Sichtbarkeit von Heilung und Resilienz – ohne Pathos, mit präziser Emotionalität.

Natur als Spiegel & Gegenüber

In Phasen schwerer Depression wurde die Natur zu einer Lebenslinie. Regelmäßige Verbindung mit Landschaft, Wasser und Vegetation trug mich, wirkte heilsam und gab Handlungsfähigkeit zurück. Natur erscheint für mich als Spiegel des Innenlebens – heilsam und zerstörerisch zugleich –, als Spur zu unserem Ursprung, die nährt, herausfordert und Verantwortung spürbar macht.

Motivation & Haltung

Ziel sind Arbeiten, die berühren, irritieren und Perspektiven verschieben. Emotionale Tiefe ist Methode, nicht Effekt: Sie soll Reflexion auslösen und Räume für Veränderung öffnen. Stigmata rund um psychische Gesundheit und Geschlechterrollen breche ich bewusst – Bilder als Gegenentwurf zu Scham, Klischee und Schweigen, offen für queere und inklusive Lesarten.

Berufsfotografie & Wahrnehmung

Jahrelange Erfahrung als Berufsfotografin schärfte Beobachtungsgabe, analytisches Arbeiten und das Gespür für emotionale Wirkung und Reaktion. Gefühle von Menschen kann ich gezielt erfassen, Reaktionen antizipieren und unter performative Masken blicken – stets traumasensibel, mit Einverständnis und respektvollem Prozess.

Naturwissen als Grundlage

Ranger- und Vermittlungs-Know-how prägt Ethik und Ästhetik der Produktion: ortsspezifische Recherche, Artenkenntnis, respektvoller Umgang mit Materialien, Einbindung lokaler Ökosysteme der Donau-Auen – vom Set-Design bis zu pflanzenbasierten Textilfärbungen.

Themen

Im Zentrum steht die Beziehung zur Natur – heilsam und zerstörerisch zugleich. Landschaft, Wasser und Vegetation fungieren als Spiegel des Innenlebens: Wachstum, Verfall, Zyklen, Regeneration. Diese Verbindung verweist für mich auf Ursprung und Verantwortung.

  • Landschaften als Brücke zur Vorstellungskraft: Physische Topografien werden zu Projektionsflächen für innere Bilder; daraus erwachsen grundlegende Fragen nach Existenz, Zugehörigkeit und Wandel.
  • Ambivalenz & Entstehung: Mehrdeutigkeit ist kein Nebeneffekt, sondern Prinzip. Entstehungsprozesse bleiben sichtbar; Serien öffnen Reflexion und erlauben dem Publikum, Bedeutung mitzuerzeugen.
  • Schönheit & Gewalt: Zwischen berührender Anmut und latenter, kalter Gewalt entsteht Reibung, die Wahrnehmung schärft – eine beunruhigende Schönheit, die Reflexion statt Konsum einfordert.
  • Illusion statt Inventar: Bilder laden zur suggestiven Wahrnehmung ein; Realität wird nicht katalogisiert, sondern als Fragestellung inszeniert.
  • Zuschauerbeteiligung: Begegnung auf Augenhöhe – bisweilen partizipativ oder körperlich erfahrbar –, damit Wahrnehmung vom passiven Schauen ins aktive Mitdenken und Mitfühlen kippt.
  • Alltag als Ausgangspunkt: Umgebungen, Routinen und persönliche Erfahrungen werden transformiert und in Konflikten der Gegenwart (Ökologie, psychische Gesundheit, Rollenbilder) neu verhandelt.
Praxis & Technik
  • Fotografie – inszeniert & dokumentarisch: Konzeptuelle Setups mit präziser Lichtführung, Perspektivwechseln und symbolischen Requisiten; parallel eine dokumentarische Linie mit Fokus auf natürliche Strukturen (Auwald, Wasseroberflächen, Sedimente, Mikroreliefs).
  • Textil & Objekt: Handgefertigte Kostüme, Objekte und Kulissen geben Materialität, Kontext und taktile Tiefe.
  • Multimedia & Raum: Installative Präsentationen, Video und Sound schaffen immersive Situationen und beziehen Besucher:innen situativ oder physisch ein.
  • Illusion & Suggestion: Anstatt sachliche Realität bloß abzubilden, entsteht eine konstruierte Wahrnehmung – über Spiegelungen, Fokusverschiebungen, kontrollierte Bildbrüche und symbolische Setzungen, die die Vorstellungskraft aktivieren.
  • Prozess & Mehrdeutigkeit: Wiederholung und Variation machen Entstehung sichtbar, halten Bedeutungen offen und verstärken gezielt das Staunen.
  • Form/Funktion folgt Inhalt: Mittel und Präsentationsform werden dem inhaltlichen Anliegen untergeordnet – partizipative Elemente, Instruktionen oder reaktive Setups kommen nur dort zum Einsatz, wo sie Sinn tragen.
  • Transformation des Alltags: Feldnotizen, Fundstücke und Alltagsobjekte werden in Bild, Textil oder Raum umcodiert – als Brücke zwischen unmittelbarer Lebenswelt und künstlerischem Narrativ.
  • Postproduktion: Digitale Nachbearbeitung wird präzise und zurückhaltend eingesetzt – zur Bildführung statt zur Verdeckung; Authentizität bleibt Maßstab, nicht Effekt.

Zusammenarbeit & Ausstellung

Arbeiten wurden im In- und Ausland gezeigt; Kooperationen mit Kurator:innen, Institutionen und interdisziplinären Teams reichen von Ausstellungen und Installationen bis zu Workshops und Vermittlungsformaten.
Anfragen & Projekte: Portfolio, CV, Pressekit & technische Daten auf Anfrage – Kontakt über www.corneliagillmann.com/kontakt

2022 Autheater – Puppenbau

2022 Nationalparkrangerin – Donau-Auen

2021 Naturvermittlerin Landesausstellung Marchfeld

2020 Kunstmeeting Mitglied

2019 Leerstand bespielen

2019 Eröffnungsrede

2019 Podiumsdiskussion

2018 “POWER, FAME & SEX”

2018 Kulturvernetzung NÖ Mitglied

2017 Marketing Managerin

2017 künstlerische Fotografin

2014 – 2017 selbständige Fotografin

2012 – 2013 Jobs als Fotografin

2006 Kostümkreationen

2005 Musical Canto

2001 – 2005 Mitglied Schulband, Chor

1998 – 2005 Jugendtheatergruppe

10.2023 Tage der offenen Ateliers – action

27.08. – 05.09.2021 Raum für deine Kunst

19.10. – 20.10.2019 Tage der offenen Ateliers – action

09.2019 – 2020 Malen ohne Grenzen – action

05.2019 – 06.2019 Marchfeld

03.2019 – 06.2019 Behind the Curtain – solo

05.2017 – 06.2017 Anders und nicht so

11.2016 – 04.2017 Fotos mit Naturbezug – solo

06.2016 – 09.2016 HOKUSAI x MANGA

2021 Anerkennungspreis vom Kulturforum NÖ – “Back to the Roots”

2019 Finalist – “Beneath the Surface”

2019 Finalist in Pink Photo Contest – “Noble Magnolia”

2018 Daily Deviation – “Cabbage Mind II”

2018 Community Choice Award – “Natural Consumption I”

2017 Daily Deviation – “Irreparable Curiosity”

2016 Daily Deviation – “Falling Down The Hole”

2015 Finalist in Levitation Photo Contest – “Falling Apart”

2015 Finalist – “Withering Soul”

2015 Staff Winter Selection – “Falling Down The Hole”

2014 1. Platz internationaler Ubisoft Cosplay & Photo Contest – Aurora

2013 1. Platz Vienna Comix Cosplay Contest – Labrys

2012 3. Platz AniNite Cosplay Contest – Oichi

1997 – 2005 7 x 1. Platz Raiffeisen Malwettbewerb

2021-2022 Ausbildung Nationalparkranger Donau-Auen

2021 Ausbildung Naturvermittlerin

2020 Fortbildung in Keramik – Georg Niemann

2019 Diplom als Kräuterlehrling

2018 – 2020 autodidakt. Fortbildung in Filzen und Malerei

2013 – 2014 Vorbereitungskurs für Meisterfotografie

2011 – 2012 Diplom Multimedia – Medienschule Wien

2010 Reife- und Diplomprüfungszeugnis mit
Schwerpunkt Informationstechnologie und -management, HAK Gänserndorf

2001 – 2005 Musikhauptschule Auersthal, Klarinette

1998 – 2000 Bildnerische Kunst Kurs, Blockflöte

2019 Interview – Eiserner Vorhang, 9er Jahre – Magazin Biber

2017 Artikel – Magazin Schaufenster

2017 Cover – Galerieführer NÖ

2016 Interview – Alice im Wunderland – Blog Libera tra i Libri

2014 Kurzgeschichte – “Sterben: Eine Anthologie über den Tod”

2011 Sanakan Cosplay, Illustration von Tsutomu Nihei – Knights of Sidonia Bd. 6, S. 176

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